Islamisches Zentrum Hamburg
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Nachrichten Code : 86674
Datum der Veröffentlichung : 11/5/2015 7:42:32 PM
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Islamkunde 151 - Islam und Menschenrechte 27

Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen

Aller Lobpreis gebührt Allah, dem Erhabenen, dem Herrn aller Welten. Wir danken Ihm für Seine Gnade und Seine Gaben und bitten Ihn um Hilfe und Rechtleitung in allem, was wir tun, und hoffen, dass Er uns in Seine Gunst aufnimmt. Sein Frieden und Segen sei mit unserem Propheten Muhammad, seinen reinen Nachkommen und seinen rechtschaffenen Gefährten. O Diener Gottes, ich rate mir selbst und Ihnen allen zur Ehrfurcht vor Gott und zum Gehorsam gegenüber Seinen Geboten.

In der Fortführung der Charta der Menschenrechte, wurden eine Reihe selbstverständlicher Rechte der Menschen erläutert; wie das Recht auf freies Denken, Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit, das Recht auf Beteiligung in gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Angelegenheiten, das Arbeitsrecht, das Recht auf Selbstverteidigung, das Recht auf Bildung und Entwicklung, das Recht auf Schutz der geistigen und materiellen Interessen in wissenschaftlichen, literarischen und künstlerischen Bereichen und noch weitere Rechte.

In den Lehren des Islams wird auf der einen Seite jedes Recht, das auf Dimensionen der menschlichen Existenz zurückzuführen ist, in Form von Menschenrechten anerkannt und auf der anderen Seite werden durch Einbezug der erzieherischen Angelegenheiten, andere Dimensionen der menschlichen Existenz bekräftigt. Deshalb ist der Islam überall dort ein Befürworter der Rechte, die die Würde und die materielle und geistige Sphäre des Menschen schützen und ein Gegner von allem, was den Menschen von seinem wahrhaftigen Weg abbringt und seiner Entwicklung im Wege steht. Zum Beispiel ist der Islam gegen die uneingeschränkte Freiheit des Individuums, da solch eine Freiheit nichts als Verdorbenheit und Nachlässigkeit (in Bezug auf die islamischen Richtlinien) mit sich bringt und das Resultat daraus das Abbringen des Menschen von seinem rechten Weg ist. Ebenfalls führt dies dazu, dass der Mensch vergisst weshalb Gott ihn erschaffen hat. Schließlich wurde der Mensch als ein wertvolles Lebewesen des erhabenen Gottes, mit sämtlichen körperlichen wie auch geistigen Möglichkeiten und Freiheiten, für einen wichtigen Zweck erschaffen und dieser Zweck muss in allen Artikeln der Menschenrechte berücksichtigt werden.

Aus diesem Grund bemühte man sich, dass in der islamische Erklärung der Menschenrechte, welche am 14. Muharram 1411 des Mondkalenders (am 5. August 1990) in Kraft trat, berücksichtigt wird, dass in der Einführung dieser Erklärung der Menschenrechte auf das Thema des Glaubens an Allah im Menschenleben stark hingewiesen wurde und der erhabene Gott für die Rechtleitung zum wahren Glauben seinen letzten Gesandten, also den Gesandten Mohammad (Allah Segen und Frieden sei auf ihm und auf seiner reinen Familie), entsandte, bis Barmherzigkeit für die ganze Welt herrscht und die Menschheit von jeder Form von Dienerschaft und Knechtschaft außer gegenüber Allah befreit wird und die Götzen aus der Menschheitsgeschichte verschwinden.

Angesichts dessen ist für die Realisierung eines monotheistischen Systems und für das Erreichen der Glückseligkeit wichtig, dass es klare göttliche Gesetze sowie Gebote und Verbote gibt, sodass die Menschen mit der Einhaltung dieser göttlichen Gesetze den Lebenspfad in rechtmäßiger Form für das Erreichen des Zieles und des Ideals beschreiten. In diesen Gottesgesetzen sind die materiellen und geistigen Rechte der Menschen in umfangreicher Art, auf Grundlage von Barmherzigkeit und Gerechtigkeit, berücksichtigt worden, sodass jeder Mensch seinen Nutzen vom wahren Leben erhält und sodass er durch Anstrengung und Fleiß die Vollkommenheit erreicht. Zweifelsohne wird in solch einer menschlichen Gemeinschaft kein wahres Recht des Menschen unterschlagen, sondern im Gegenteil sogar gestärkt und verfestigt.

Deshalb darf die Rolle des Glaubens an Allah im Leben der Menschen nicht kleingeredet oder ignoriert werden; denn überall, wo dies der Fall ist, entfernen sich die Menschen von ihrer Echtheit und kommen in keinen Dimensionen ihrer Existenz in den Genuss der Entfaltung (zu einem vollkommenen Wesen). Aus diesem Grund ist in Artikel 1 Absatz B in der islamischen Erklärung der Menschenrechte geschrieben, dass alle Geschöpfe als Angehörige Gottes zählen und die beliebtesten bei Allah diejenigen sind, die am nützlichsten untereinander sind und keiner ist dem anderen überlegen außer durch Frömmigkeit und dem Erfüllen guter Taten.

Aus dieser Sicht ist das Leben ein Geschenk Gottes und ein Recht, das für jeden Menschen sichergestellt ist und es ist für jeden Menschen, jeder Gemeinschaft und jeder Regierung Pflicht dafür zu sorgen, dass dieses Recht verteidigt und jede Verletzung dieses Rechts geahndet wird. Auf dieser Grundlage ist jedes zur Verfügung stehende Mittel, das zur Vernichtung der Quelle des Lebens der Menschen als Ganzes oder eines Teils führt, verboten und das Behüten des menschlichen Lebens, bis zu dem Willen des erhabenen Allahs, eine religiöse Pflicht. Selbst die Würde eines Leichnams muss bewahrt werden und die Respektlosigkeit dagegen ist nicht erlaubt, wie es in Artikel 2 Absatz B steht.

Dementsprechend kommen die Menschenrechte in der islamischen Erklärung der Menschenrechte in 25 Artikeln zur Sprache, die alle nachweislich auf wahren Überlieferungen und Koranversen basieren und es ist angemessen, heutzutage in den Bereichen der Bildung für die Umsetzung dieser Rechte zu sorgen, da es immer noch ein langer Weg zu der vollkommenen Erfüllung der Menschenrechte ist, die durch gemeinsamen Aufwand und Fleiß der Regierungen und Nationen bewältigt werden muss und diese Gelegenheit muss auf bester Weise genutzt werden, sodass das Leben der Menschen auf Basis vollster Erfüllung der Menschenrechte und der göttlichen Rechte realisiert werden kann. 

     


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