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Home :: Freitagsgebet :: Archiv :: 14.08.2009 - Merkmale des Gehorsams dem Heiligen Qur’an gegenüber
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Redner: Ayatollah Dr. Reza Ramezani

Merkmale des Gehorsams dem Heiligen Qur’an gegenüber

Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen.
Aller Lobpreis gebührt Gott, dem Erhabenen, dem Herrn aller Welten. Wir danken Ihm für Seine Gnade und Seine Gaben und bitten Ihn um Hilfe und Rechtleitung in allem, was wir tun, und hoffen, dass Er uns in Seine Gunst aufnimmt. Sein Frieden und Segen seien mit unserem Propheten Muhammad (Friede sei mit ihm), seinen reinen Nachkommen (Friede sei mit ihnen) und seinen rechtschaffenen Gefährten. O Diener Gottes, ich rate mir selbst und Ihnen allen zur Ehrfurcht vor Gott und zum Gehorsam gegenüber Seinen Geboten.
 
Jede Gruppe von Menschen verschiedener Ansichten und Weltanschauungen zeichnen sich durch gewisse Merkmale aus. So erwähnt der Heilige Qur’an für diejenigen, die ihm folgen und sich zu seinen Anhängern zählen, einige Merkmale. Über jedes dieser Merkmale kann ausgiebig diskutiert werden. Nachfolgend werden diese Kennzeichen lediglich kurz angeführt.
 
1.      Sie zweifeln nicht an den Regelungen und Anweisungen der Religion und des Qur’an: „(die)…keinen Zweifel hegen…“[1]
2.      „…mit ihrem Vermögen und ihrem Leben auf Gottes Weg kämpfen...“ 1
3.      Sie drücken ihre Überzeugung und ihren Glauben ehrlich aus: „…Das sind die Rechtschaffenen.“1
4.      Sie sind einander Freunde, Beschützer und Helfer: „Die gläubigen Männer und die gläubigen Frauen sind einander Beschützer und Helfer.“[2]
5.      Sie rufen die Menschen zum Guten auf: „...Sie gebieten das Gute...2
6.      Sie untersagen das Hässliche und Niederträchtige: „...und verbieten das Unwürdige.“2
7.      Sie verrichten das rituelle Gebet: „Sie verrichten das Gebet“2
8.      Sie bemühen sich um Wahrhaftigkeit in ihren Gebeten: „und die, die ihre Gebete aufrichtig verrichten“[3]
9.      Sie verrichten ihre Gebete mit Demut: „die ihr Gebet demütig verrichten“[4]
10. Sie befolgen die Befehle Gottes und Seines Propheten: „und gehorchen Gott und Seinem Gesandten.“[5]
11. Sie sind reumütig und wenden sich von der Sünde ab. Sie halten ihr Herz und ihre Seele mit dem klaren Wasser der Rückkehr (zu Gott) von Sünde rein: „Das sind die reuevoll um Vergebung Bittenden…“[6]

12. Sie gehören zu den Anbetern und verbessern sich selbst, indem sie Gott ihr Herz ausschütten und Ihn anbeten; diese sind „die Andächtigen.“6
13. Sie erweisen dem Schöpfer für die materiellen und spirituellen Gaben Dankbarkeit: „die Lobpreisenden-“6
14. Sie gehen von einem Mittelpunkt der Gottesdienerschaft und Anbetung zum nächsten: „die für Gottes Sache unterwegs sind“6
15. Sie beugen sich vor der Größe des Herrn nieder: „die sich Niederbeugenden“6
16. Sie werfen sich an der Schwelle des einzigen Angebeteten nieder: „die sich Niederwerfenden“6
17. Sie treten für die Praktizierung der von Gott gesetzten Schranken und Regeln und für Recht und Gerechtigkeit ein: „und die Schranken Gottes achten“6
18. Wann immer der Name Gottes fällt, werden aus Verantwortungsgefühl Gott gegenüber ihre Herzen mit Ehrfurcht erfüllt: „Nur die sind Gläubige, deren Herzen erbeben, wenn Gott genannt wird“[7]
19.     Ihr Glaube wird bestärkt, wenn ihnen die göttlichen Verse vorgelesen werden: „…und die, wenn ihnen Seine Zeichen vorgetragen werden, dadurch zunehmen an Glauben“7
20. Sie verlassen sich nur auf Gott und vertrauen nur auf Ihn: „…und jene, die sich ganz auf Gott verlassen“7     
21. Sie spenden, was ihnen Gott gewährt hat, an die Gottesdiener: „und spenden von dem, was Wir ihnen gegeben haben.“[8]
22. Sie entrichten die Pflichtabgaben auf ihr Vermögen: „die Zakat-Abgaben entrichten“[9]
23. Sie lehnen jede Art von Unsinn und leerem Geschwätz ab: „Und die sich fernhalten von allem Eiteln“[10]
24. Sie halten ihre Sinnlichkeit im Zaum: „… und ihre Keuschheit bewahren“[11]
25. Sie bewahren das ihnen Anvertraute und das mit ihnen Vereinbarte: „Und die ihre Treue und ihre Verträge wahren“[12]
26. Sie erbeben in Gottesfurcht: „Wahrlich, jene, die erbeben in Ehrfurcht vor ihrem Herrn“[13]
27. Sie glauben an die Zeichen ihres Herrn: „Und jene, die an die Zeichen ihres Herrn glauben“[14]
28. Sie stellen ihrem Herrn keine Götter zur Seite: „…ihrem Herrn keine Gefährten beigesellen“[15]          
29. Ihre größte Mühe gilt dem Umsetzen der göttlichen Befehle und der Rechte der Menschen und ihres Herrn; dennoch fühlen sie sich schuldig, und ihre Herzen erbeben angesichts der Tatsache, dass sie zu ihrem Herrn zurückkehren werden: „Und jene, die da spenden, was sie spenden; und ihre Herzen zittern, weil sie zu ihrem Herrn zurückkehren werden,“[16]
30. Sie beeilen sich mit guten Werken und kommen dabei allen anderen zuvor: „das sind die, die sich beeilen in guten Werken und sich anstrengen, darin allen anderen zuvorzukommen.“[17]
31. Sie schreiten in Ruhe und frei von Hochmut auf der Erde umher: „Die Diener des Barmherzigen sind die, die bescheiden auf der Erde umhergehen.“[18]
32. Sie sagen „Friede mit euch“, wenn sie von Unwissenden auf eine törichte, streitsüchtige und niederträchtige Weise angesprochen werden: „und wenn die unwissenden törichten Ungläubigen sie unbotmäßig ansprechen, sagen sie: ‚Friede sei mit euch!’“18
33. Sie werfen sich nachts nieder und erheben sich um ihres Herrn willen: „Und die die Nacht vor ihrem Herrn hinbringen, sich niederwerfend und stehend.“[19]
34. Sie fürchten die Strafe ihres Herrn, so sagen sie fortwährend: „Unser Herr, wende von uns die Strafe der Hölle ab; denn wahrlich, ihre Strafe ist langwährende Pein…“[20]
35. Beim Spenden übertreiben sie nicht und zeigen auch keinen Geiz, sie halten sich an das Maß und die Mitte: „Es sind diejenigen, die, wenn sie ausgeben, weder verschwenden noch knausern, sondern zwischen beiden Extremen Maß halten.“[21]
36. Sie rufen neben Gott keinen anderen an: „Und die, welche keinen andern Gott anrufen neben Gott“[22]
37. Da Gott es verboten hat, töten sie keinen Menschen es sei denn zu Recht: „die nicht das Leben töten, das Gott unverletzlich gemacht hat.“22
38. Sie verletzen ihre Keuschheit niemals durch Unzucht: „noch Ehebruch begehen“22
39. Sie bezeugen niemals Falsches: „Es sind diejenigen, die kein falsches Zeugnis ablegen“[23]
40. Stoßen sie auf unsinnige Taten, gehen sie würdevoll daran vorbei: „und wenn sie an etwas Eitlem vorübergehen, mit Würde gehen sie vorüber.“23
41. Wenn sie mit den Zeichen ihres Herrn ermahnt werden, fallen sie nicht taub und blind darüber nieder: Und es sind diejenigen, die, wenn sie durch Gottes Verse ermahnt werden, sich ihnen nicht verschließen, als wären sie blind und taub.“[24]
42. Sie beten Gott stets darum, dass er ihnen an ihren Frauen und Kindern Augentrost gewähre: „Und diejenigen, die sagen: ‚O unser Herr! Gewähre uns Freude an unseren Frauen und Kindern.“[25]
43. Sie sagen stets: „O Herr, mache uns zu Vorbildern für die Frommen!“: „mache uns zu einem Vorbild für die Rechtschaffenen.“25
44. Ihre Geduld und Ausdauer wird mit hohen Rängen des Paradieses belohnt: „Diese werden mit der hohen Kammer im Paradies für ihr geduldiges Ausharren belohnt werden“[26]
45. Sie werden bei der Auferstehung in den Kammern des Paradieses von den Paradiesbewohnern, den Engeln und ihrem Herrn beglückwünscht und begrüßt: „und Gruß und Frieden werden sie dort empfangen.“26
46. Den Problemen bringen sie ihre Geduld und Ausdauer entgegen, und vertrauen auf ihren Schöpfer: „die da standhaft sind und auf ihren Herrn vertrauen.“[27]
47. Sobald sie die göttlichen Zeichen hören, werfen sie sich nieder und lobpreisen ihren Herrn: „die, die sich, wenn sie an sie erinnert werden, vor ihrem Herrn niederwerfen, Ihn lobpreisen…“[28]
48. Sie sind nicht hochmütig: „und sich nicht überheblich gebärden.“28
49. Im Herzen der Nacht erheben sie sich aus ihren Gemächern und beten zu ihrem Herrn: „Ihre Seiten halten sich fern von (ihren) Betten; sie rufen ihren Herrn an in Furcht und Hoffnung“[29]
50. Sie rufen ihren Herrn an in Furcht und Hoffnung: „sondern rufen lieber ihren Herrn in Furcht und Hoffnung an“29
51. Ihr Wissen bestätigt ihre Worte, und sie sind vollkommene Beispiele der Aufrichtigkeit: „Und die an Gott und Seine Gesandten glauben, das sind die Wahrhaftigen“[30]
52. Sie sind vor Gott Zeugen ihrer Taten: „und (sie sind die) Bezeugenden vor ihrem Herrn.“30
 
Abschließend wird erwähnt, dass diejenigen, die sich folgsam zum Qur’an bekennen, von Gott belohnt werden. Diese Belohnungen entsprechen den spirituellen Zuständen und der Würde des Menschen. Jedem werden entsprechend seines Verstands, seines Glaubens und seiner Taten verschiedene Arten der göttlichen Belohnung und die unendlichen göttlichen Gaben zuteil. Die Verse 40:4, 3:159, 16:95-97 und 36:11 befassen sich mit dem Prinzip der göttlichen Belohnung und nennen einige Beispiele dafür. Und der Friede und die
Gnade Gottes und Seine Segnungen seien mit euch.
 

[1] Sure al-¼uºurÁt, Vers 15.
[2] Sure at-TaubÁ, Vers 71.
[3] Sure al-Mu’minÚn, Vers 9.
[4] Sure al-Mu’minÚn, Vers 2.
[5] Sure at-TaubÁ, Vers 71.
[6] Sure at-TaubÁ, Vers 112.
[7] Sure al-AnfÁl, Vers 2.
[8] Sure al-AnfÁl, Vers 3.
[9] Sure an-Naml, Vers 3.
[10] Sure al-Mu’minÚn, Vers 3.
[11] Sure al-Mu’minÚn, Vers 5.
[12] Sure al-Mu’minÚn, Vers 8.
[13] Sure al-Mu’minÚn, Vers 57.
[14] Sure al-Mu’minÚn, Vers 58.
[15] Sure al-Mu’minÚn, Vers 59.
[16] Sure al-Mu’minÚn, Vers 60.
[17] Sure al-Mu’minÚn, Vers 61.
[18] Sure al-FurqÁn, Vers 63.
[19] Sure al-FurqÁn, Vers 64.
[20] Sure al-FurqÁn, Vers 65.
[21] Sure al-FurqÁn, Vers 67.
[22] Sure al-FurqÁn, Vers 68.
[23] Sure al-FurqÁn, Vers 72.
[24] Sure al-FurqÁn, Vers 73.
[25] Sure al-FurqÁn, Vers 74.
[26] Sure al-FurqÁn, Vers 75.
[27] Sure al-þAnkabÚt, Vers 59.
[28] Sure as-Saºda, Vers 15.
[29] Sure as-Saºda, Vers 16.
[30] Sure al-¼adÍd, Vers 19.

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