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Christen und Muslime treffen sich, um durch Bearbeitung unterschiedlicher Themen zum besseren gegenseitigen Verständnis zu gelangen.Christlich-islamischer Studienkreis
Christen und Muslime sehen sich in der Verantwortung gegenüber ihrem Schöpfer und den Mitmenschen, eine breite Basis für ein friedliches Miteinander trotz der zweifelsohne bestehenden Unterschiede– aber dennoch gibt es viele Irritationen und Missverständnisse, die zur Entstehung von Feindbildern führen und das wohlwollende Miteinander beeinträchtigen.
Beide Religionen geben ihren Anhängern Mittel in die Hände, dieser Missentwicklung vorzubeugen- nämlich im Sinne der Liebe zum Nächsten und auf die beste Art und Weise miteinander zu reden.
Hierzu kommt der christlich-islamische Studienkreis seit Jahren zusammen und trifft sich wechselweise in Hannover und Hamburg.
Am Dienstag, den 11. November 2008 kamen Christen und Muslime nach Hamburg in das Islamische Zentrum an der Alster. Gesprächsthema war:
Ein Wort, das uns und Euch gemeinsam ist- ein offener Brief und Aufruf von138 religiösen Führern der Muslime an die religiösen Führer des Christentums
Die Gespräche wurden eingerahmt von einer Anfangsbesinnung von muslimischer und einer Endbesinnung von christlicher Seite.
Hauptthemen des Austausches waren die Begriffe Liebe und Vernunft. Es wurde verdeutlicht, dass oft die gleichen Begriffe unterschiedlich gedeutet werden. Angesprochen wurden Nächstenliebe, Liebe zu Gott und Gottes Liebe.
Man stellte fest, dass die Vernunft-Diskussionen in allen Religionen vorhanden ist, man müsse dabei stets den globalen Diskussionsrahmen und die gesellschaftlichen Probleme beachten.
Der Geist der Diskussionen und das Ansinnen, Dialog zum besseren gegenseitigen Verständnis zu führen, sind auch in einem Absatz der Antwort des Vatikans auf den Brief der 138 religiösen Führer der Muslime zu erkennen:
„Ohne unsere Verschiedenheiten als Christen und Muslime zu übergehen oder herunterzuspielen, können und sollten wir daher auch auf das schauen, was uns eint, nämlich auf den Glauben an den einen Gott, den vorausschauenden Schöpfer und universalen Richter, der am Ende der Zeiten jede Person so behandeln wird, wie es seine oder ihre Taten verdienen. Wir sind alle dazu aufgerufen, uns ganz in seinen Dienst zu stellen und seinem heiligen Willen zu gehorchen“
Das nächste Treffen ist angesetzt für den 02. Juni 2009 in Hannover. |