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Gemeinsamer Iftar zwischen Muslimen und Nichtmuslimen im islamischen Zentrum Hamburg




Der erste gemeinsame Iftar (Fastenbrechen) Im Islamischen Zentrum Hamburg zwischen Muslimen und Nichtmuslimen, fand am 29. August 2011 statt, und wurde von einigen Persönlichkeiten der kulturellen, wissenschaftlichen, finanziellen und islamischen Szene Hamburgs besucht.

Die Veranstaltung beinhaltete Qur’anrezitation, Ansprachen und kultische Rezitation, und es wurde abschließend zum Iftar-Büffet gladen. Es wurden auch Reden über die Bedeutung des Dialogs, des gegenseitigen Respekt zwischen Religionen, über den Ramadan, das Fasten und der Tradition des Iftar gehalten.

Der erste Redner dieser Veranstaltung war der Imam und Leiter des islamischen Zentrums Hamburg. Ayatollah Dr. Ramezani hieß die Anwesenden willkommen und wies auf die Wirkungen hin, die das Fasten auf Körper und Geist haben. Das Fasten hat, so wie es im heiligen Buch der Muslime vor kommt, nicht nur mit den Muslimen zu tun, auch die Anhänger anderer, monotheistischer Religionen haben den Vorteil, dazu verpflichtet zu sein. Das Fasten hat viele Wirkungen, wovon manche mit dem irdischen Leben und manche mit dem Jenseits zu tun haben. Die jenseitige Belohnung davon ist eine Belohnung von Gott und die Erlösung vor dem Feuer der Hölle. Was die irdischen Vorzüge des Fastens betrifft, sollte gesagt werden, dass das Fasten und die Verbindung zu Gott sowohl das Individuum beeinflusst als auch die Gesellschaft. Es hilft der Gesundheit des Körpers und beruhigt die Seele. Zu den wichtigsten, gesellschaftlichen Wirkungen des Fastens gehört, dass die Liebe zwischen den Menschen, vor allem die Nächstenliebe dadurch gestärkt wird.

Er erläuterte andere wichtige Charakteristiken des reinen Islams und betonte, dass das islamische Zentrum Hamburg nun nach mehr als fünfzig Jahren Erfahrung, immer den reinen Islam verkündet, der fünf Hauptcharakteristiken besitzt.

1. Vernunft und den Aufruf zur Vernunft und zum Denken. Dies wird im Islam sehr betont, im Qur’an wird der Begriff des Denkens 49 Mal erwähnt. Der Islam ruft die Menschheit zur Logik und zur Vernunft auf, und mahnt sie vor Ignoranz und Unwissenheit, denn diese beiden Dinge sind Feinde jedes einzelnen Menschen und jeder menschlichen Gesellschaft.

2. Die Spiritualität ist eine weitere Eigenschaft des Islams, die auch von anderen, monotheistischen Religionen betont wird. Spiritualität bedeutet, die inneren Wünsche und auch Kapazitäten zu beachten, und all die Talente aufblühen lassen, die dem Menschen in die Natur gelegt wurden.

3. Die dritte Eigenschaft des Islam, welche auch das wichtigste Geschenk der Propheten an die Menschheit war, ist die Freiheit. Obwohl es mehr als 200 Definitionen für die Freiheit gibt, ist sie der menschlichen Gesellschaft immer noch etwas Fremdes. Wichtig ist, dass wir die Freiheit erlangen, die für den Menschen gedacht war.

4. Die vierte Eigenschaft, die auch vom Qur’an betont wird, ist Gerechtigkeit.

5. Die fünfte Eigenschaft des reinen Islam ist die Sicherheit. Sie beginnt im Inneren des Menschen, und in seinem Geiste, und muss auch nach außen hin verwirklicht werden. Somit ist sowohl die gedankliche Freiheit gemeint, als auch die Freiheit nach und von außen.

Das islamische Zentrum Hamburg kann mit einer solchen Ansicht in Verbindung mit dem Islam eine wichtige Rolle für die Sicherheit von Hamburg und ganz Deutschland spielen. Zahlreiche andere islamische Zentren in Deutschland richten ihre Fragen an dieses Zentrum, und dieser Einfluss wird nur mehr stärker. Alle Aktivitäten dieses religiösen Zentrums waren stets transparent und alle Stellungnahmen, die das Zentrum in Verbindung mit verschiedenen Themen des Islams hat, sind in der Website erschienen, und die wichtigsten davon werden normalerweise während der Freitagsgebete dargelegt. Wir betonen anhand der islamischen Leeren stets den Dialog und das Gespräch zwischen den Religionen und heißen ihn in voller Aufrichtigkeit willkommen.

Zum Schluss seiner Anführungen betonte der Leiter des islamischen Zentrums Hamburg die richtige Kenntnisgewinnung über den Islam durch die Experten und anhand des Inhalt des Qur’ans. Wenn jemand den Islam genau kennen möchte, muss er sich an die Religionsexperten und an den Qur’an wenden, der von allen Muslimen anerkannt wird. Was in manchen Websites und Medien im Namen des Islams erwähnt wird, sollte nicht beachtet werden.

Der zweite Redner dieser Veranstaltung war Herr Bernd P. Holst, Projektleiter der Freiwilligenbörse Hamburg. Er drückte seine Freude über seine Teilnahme in dieser Veranstaltung aus und sagte, dass der Monat Ramadan eine gute Gelegenheit dafür sei, an andere zu denken und den Bedürftigen zu helfen. In einem Teil seiner Rede erwähnte er die Rolle des islamischen Zentrums Hamburg im Ablauf des Dialogs, und sagte, dass dieses Zentrum mit seiner fünfzigjährigen Erfahrung einen sehr wichtigen Anteil am Dialog zwischen den Islam und anderen Religionen und der Präsentierung dieser Religion hatte und dass diese Aktivitäten im Rahmen des Gespräches zwischen den Religionen fortgesetzt werden sollten.

Der nächste Redner war Herr Khosch Ahwal, Konsul der islamischen Republik Iran in Hamburg. Er bezeichnete diese Veranstaltung und Versammlung als eine Gelegenheit dafür, dass die Nichtmuslime umso mehr mit der Kultur und der Tradition des Islams vertraut werden. In Deutschland lebt eine beträchtliche Anzahl an Muslimen, wovon 300,000 Iraner sind. Hunderte von Tausenden Iranern leben in der Umgebung von Hamburg, und 30,000 sind in Hamburg selbst sesshaft. Diese Präsenz öffnet viele Möglichkeiten für die Kulturelle Interaktion zwischen Iran und Deutschland.

Das islamische Zentrum Hamburg ist ein wissenschaftliches Zentrum und spiel eine wichtige Rolle in den Beziehungen zwischen Iranern und Deutschen, jemand der die Leitung eines solchen Zentrums übernimmt muss daher eine äußerst belesene Person und ein ausgezeichneter Islamexperte sein.

Der nächste Redner war Gerd Gropp, einer der Gründer und ehemaliges Mitglied im Vorsitz des Iran-Deutschland Vereins. Er verlieh seiner Freude über seine Anwesenheit in dieser Veranstaltung Ausdruck und sagte, dass die Bürger der Stadt Hamburg über die Existenz des islamischen Zentrums Hamburg mit seinem historischen und schönen Baustil sehr erfreut sind. Die persische Kultur genießt unter den Deutschen viel Aufmerksamkeit und die iranischen Händler die seit geraumer Zeit in Hamburg sesshaft sind, haben viel dazu beigetragen, die iranische Kultur zu repräsentieren. Zum Schluss seiner Rede erwähnte er einiges im Zusammenhang mit dem gesegneten Monat Ramadan und den vielen Vorteilen des Fastens.

Der letzte Redner dieser Veranstaltung war Herr Kourosch Pourkian, Vorsitzender des Vereins iranischer Arbeitgeber in Deutschland. Er nannte den Iftar einen Segen und eine gute gesellschaftliche Auswirkung des gesegneten Monats Ramadan. Der gemeinsame Iftar bringt die Menschen zueinander und fördert das Gespräch und die Interaktion. Die Muslime sind die zweitgrößte religiöse Gemeinde in Deutschland: 4,370,000 Muslime leben in Deutschland und es sind unlängst auch einige Fragen im Zusammenhang mit der islamischen Gemeinde aufgekommen. Sind Muslime denn ein Teil Deutschlands? Können sie mit der Mehrheit in Deutschland zusammenleben? Christian Wolf beantwortete diese Frage ganz deutlich und sagte, dass der Islam ein Teil von Deutschland ist und dass auch der lokale Vertreter der Regierung auch in einer seiner Reden den Islam als Teil von Hamburg erachtete. Was die zweite Frage betrifft, nämlich ob Muslime mit der Deutschen Gesellschaft zusammenleben und interagieren können, muss gesagt werden, dass eine wichtige Voraussetzung für ein Zusammenleben und für die Integration, die Bereitschaft zum Dialog mit Anderen ist, und die Muslime und auch das islamische Zentrum haben stets ihre Bereitschaft dazu erklärt. Dieser gemeinsame Iftar ist ein klares Anzeichen dafür. Angesichts der vielen gemeinsamen Wertvorstellungen in den monotheistischen Religionen, sind auch die Bedingungen für Interaktion und Dialog sehr wohl gegeben.

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