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Die eintägige Sitzung der Imame der Moscheen und islamischer Zentren Deutschlands im islamischen Zentrum HamburgDer Imam und Leiter des Islamischen Zentrums Hamburg, Herr Ayatollah Dr. Ramezani, begrüßte zu der Tagung am 1. November 2009 die Gelehrten und befasste sich in seinem einführenden Vortrag mit drei wesentlichen Aufgaben der islamischen Zentren:
1. Bewahrung der Religiosität der Menschen.
2. Einheit der Muslime.
3. Darlegung des reinen Islam.
Er erläuterte diese Ziele wie folgt:
1. Muslime sind aus verschiedenen Gründen in westliche Länder emigriert, und die zweite und dritte Generation verweilen nun als Staatsbürger in den jeweiligen Ländern. Geht es darum, die wahrhaftige Botschaft des Islam an die wahren Empfänger in Europa zu vermitteln, so sind das die dort lebenden Muslime. Religion hat nur eine Wahrheit, die im Laufe der menschlichen Geschichte von Entwicklungen geprägt wurde, die nichts anderes sind, als ein allmähliches Fortschreiten in Richtung Vollkommenheit. Nach Ansicht der Muslime ist der Islam die letzte Religion zur Rechtleitung der Menschen, und deswegen ist es die Pflicht der Gelehrten, dieser Generation ein korrektes Islamverständnis zu vermitteln.
Unsere Analyse von den wahren Bedürfnissen des Menschen, ihr Bedürfnis nach Wissen von der Religion, ihr Bild und ihre Erwartungen sind Themen, die man den heute in westlichen Ländern lebenden Muslimen richtig und tiefgehend darlegen sollte. Religion sollte im Leben der Muslime präsent sein und nicht als periphere Angelegenheit angesehen werden. Dabei müssen jedoch die aktuellen Gegebenheiten berücksichtigt werden. Alle Bemühungen um Rechtsfindung müssen der Lösung von verschiedenen Problemen gewidmet sein, und folglich müssen die Kenntnisse der Gelehrten der Zeit entsprechen und dürfen nicht veraltet sein. Religiöses Leben setzt Bemühung um Rechtsfindung und Kenntnis voraus. Wir sollten das in den Hochschulen Erlernte als Basis nutzen, um angesichts der Vielfalt an Themen und Problemen, die Fragen der heutigen Generation zu beantworten.
2. Gegenseitiges Kennenlernen und Zusammenarbeit sollen die Einheit und Harmonie zwischen den schiitischen Zentren und allen anderen Muslimen stärken.
3. Andere Menschen zum Islam aufzurufen ist nicht die Hauptaufgabe der islamischen Gelehrten; dennoch ist es heute unsere Pflicht, den Islam mit seinen Merkmalen wie Vernunft, Spiritualität, Gerechtigkeit, Freiheit und Sicherheit darzustellen. Wir müssen Zweifel beseitigen und Aberglauben bekämpfen, um der Weltöffentlichkeit das wahre Gesicht des Islam, nämlich seine Logik und Vernunft, kundzutun.
Die Tagungsergebnisse fasste der Leiter des Islamischen Zentrums wie folgt zusammen:
Die Gelehrten sind die Verbindung zwischen der religiösen Autoritätsinstanz und den Menschen, und ihre Bemühungen sind zweifelsohne religiöser und kultureller Natur. Das Islamische Zentrum Hamburg bietet allen geistlichen und schiitischen Zentren in Deutschland seine Unterstützung an. Es wurden viele verschiedene Themen angesprochen, von denen einiger ausführlicher behandelt werden müssen, andere aber einen anderen Rahmen bedingen.
Im Hinblick auf die Gebetszeiten aus religionsrechtlicher Sicht erläuterte der Imam des IZH: „Zur Ermittlung der genauen Gebetszeiten haben unsere Amtsvorgänger bereits vieles unternommen, und wir setzen diese Arbeit immer noch fort und werden das Ergebnis mit Gottes Hilfe den Gläubigen schnellstmöglich zur Verfügung stellen.“
Ein anderes Thema war die europaweite Bestimmung des Id-ul-Fitr (Fest des Fastenbrechens). Auch in dieser Hinsicht sollen in Zukunft die Bemühungen für mehr Harmonie intensiviert werden. Wichtig ist allerdings, dass die Muslime umso mehr an die islamischen Regelungen erinnert und aufgeklärt werden. Wir sollten angesichts mancher Probleme bezüglich der Vorschriften und der Scharia keine passive Rolle einnehmen. Vielmehr sollten wir durch entsprechende Wiederholungen und Lehren die Überzeugungen der Rechtsgelehrten bezüglich dieser Angelegenheiten wie z. B. den Gebetszeiten und dem Fetr-Fest weiterentwickeln.
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